Deutschland hat unter den G20-Staaten die höchsten Strompreise. Das zeigen aktuelle Studien (Stand 01.09.2026) auf Basis von Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices.
Mit 35,6 Cent je Kilowattstunde zahlen Verbraucher in Deutschland am meisten. Es folgen Italien mit 34,5 Cent und Großbritannien mit 32,4 Cent. Der Durchschnitt der G20-Staaten liegt bei rund 16,3 Cent. Damit ist Strom in Deutschland mehr als doppelt so teuer wie im Mittel der großen Volkswirtschaften. Der Abstand zu anderen großen Ländern ist erheblich. In Frankreich kostet die Kilowattstunde 23,3 Cent, in den USA 18,3 Cent.
Über 60 Prozent sind Steuern, Umlagen und Netzentgelte
Ein wesentlicher Treiber der hohen Kosten ist die Steuer- und Abgabenlast. Den aktuellen Auswertungen zufolge entfallen über 60 Prozent des Strompreises in Deutschland auf Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte. Die weiteren Bestandteile sind Kosten für Beschaffung, Vertrieb, Service und Dienstleistungen des Lieferanten.
Wirtschaft fordert niedrigere Stromsteuer
Wirtschaftsverbände fordern seit Langem, die Stromsteuer für Unternehmen und Haushalte zu senken. Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, die Stromsteuer für alle Verbraucher und Unternehmen zu senken. Dieses Vorhaben wurde später nur teilweise umgesetzt. Einzig das produzierende Gewerbe und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft haben von einer Absenkung profitiert.
Was das für Sie bedeutet
Auf den größten Kostenblock, die Steuern und Abgaben, haben Betriebe keinen direkten Einfluss. Beeinflussbar ist aber der Beschaffungsanteil. Genau hier setzt Ampere an und verhandelt für die gebündelte Nachfrage vieler Kunden Großkunden-Konditionen.